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Ehekrise

Mein Weg zu Jesus Christus
Lissy berichtet:

Eines Tages - es war im Januar 2003 - da wurde mir bewusst, dass ich immer mehr mit mir zu kämpfen hatte. Ich war mit mir nicht mehr zufrieden, hatte an allem etwas auszusetzen, empfand keine Freude mehr und mir war einfach alles zuviel. Darunter litt auch meine Ehe.
 
Ich spürte auch dass mein Mann sich immer mehr von mir entfernte. Als ich ihn darauf ansprach, ob er eine Freundin hätte, verneinte er. Da war ich zwar etwas beruhigt aber ich merkte trotzdem, dass etwas nicht stimmte.
 
So kam es dann auch, dass er mir im Sommer 2003 nach einem Ausflug gestand, dass er eine Freundin hätte und mich verlassen wolle. Ich meinte, mir bricht der Boden unter den Füßen zusammen. Hilfe was ist passiert.
 
Es kamen keine Tränen
, ich war wie schockiert. Fragen über Fragen wie und warum? Ja, warum gerade ich, was habe ich falsch gemacht. Ich merkte, dass ich aus meinem eigenen Selbstmitleid plötzlich aufgewacht war. Was mach ich jetzt als nächstes, wie geht man mit so was um? Gehe ich jetzt zu einem Psychologen oder was tue ich sonst?
 
So hatte ich mich entschlossen mit meiner Freundin zu reden, die mit dieser Situation sehr gut umgehen konnte. Ein guter Berater war auch der Bruder meines Mannes, der gläubig ist und mit dem ich sehr wertvolle Gespräche führen konnte. Er sagte ich sollte doch einfach die Bibel zur Hand nehmen und anfangen zu lesen. Zuerst wollte ich nicht und als es mir wieder schlechter ginge habe ich mir gedacht, so jetzt fängst du an in der Bibel zu lesen, du kannst ja nichts verlieren. Und als ich im Johannes-Evangelium zu lesen begann merkte ich, dass ich Kraft bekam. Ja, was ist da jetzt passiert dachte ich mir, dass kann doch nicht sein.
 
Man liest und merkt auf einmal da ist etwas, da ist LEBEN drin - Wow.
 
Jetzt wollte ich mehr wissen und las weiter. Mein Schwager sagte dann zu mir, ich solle doch einmal mit einer Glaubens-Schwester reden, denn von Frau zu Frau versteht man sich besser. So kam es dann, dass ich nach Haldenwang fuhr und mit Irene redete. Ich habe nur geheult und wusste gar nicht so recht was mir geschieht. Irene meinte ich sei jetzt bekehrt.
 
Bekehrt was ist das, hab ich da was verpasst im Religionsunterricht? Aber langsam wusste ich was es heißt bekehrt zu sein.Nach einigen Wochen hatte ich mich langsam wieder im Griff und mit der Situation mit meinem Mann konnte ich auch besser gegenüberstehen. Wir führten gute Gespräche aber er wollte sich immer noch von mir trennen, denn er liebte die andere Frau.
 
So stärkte ich mich im Glauben und befasste mich mehr mit der Bibel als mit meinem Problem-Ehemann. Irgendwie merkte ich, dass Gott zu mir sprach: „Warte, Dein Mann kommt zu Dir zurück“.
 
Nach Wochen mit vielen Hochs und Tiefs kam dann im Oktober unser Urlaub, den wir natürlich nicht gemeinsam verbrachten. So fuhr ich mit meiner Freundin eine Woche und mein Mann ein paar Tage mit einem guten Freund in den Urlaub. Als er abreiste sagte mein Mann, dass er sich nach unserem Urlaub entscheiden würde ob er bei mir bleiben oder zu seiner Freundin ziehen werde. So betete ich, dass der HERR Jesus doch helfen möchte und meinem Mann die richtige Entscheidung schenken solle.
 
Im Urlaub konnte ich mich ein wenig erholen, ich las Traktate und stärkte mich mit den Worten: “Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich werde Euch Ruhe geben“ oder „Wer zu mir kommt den wird nicht hungern“. Nun wartete ich gespannt, was zu Hause auf mich zukommen würde. Am Tag der Heimreise war ich natürlich total aufgeregt und ich hatte ein komisches Gefühl. Aber, auf Gefühle kann man sich nicht immer verlassen.
 
Auf einmal klingelte mein Handy und mein Mann sagte, dass er mich abholen würde. So gespannt war ich schon lange nicht mehr und ich konnte es kaum erwarten zu Hause zu sein. Mir ist  klar geworden egal wie er sich entscheiden wird, mit meinen HERRN Jesus schaffe ich es in jedem Fall.
 
Jetzt war es soweit, mein Mann fuhr mit mir nach Hause und sagte, dass er sich für  M I C H  entschieden hätte. Er hätte Schluss gemacht mit ihr und hoffte, dass es die richtige Entscheidung sei. Eine kurze Zeit lang wusste ich nicht so recht ob ich mich freuen sollte oder nicht. Dass es natürlich jetzt nicht so war wie früher, das war klar. Jetzt hieß es wieder zusammenkommen und sich lieben lernen. Der HERR Jesus half da sehr gut mit, hatte ich ihm doch mein Leben übergeben.
Heute staune ich nur wie viel er schon verändert hat und Danke ihm dafür.
 
Noch kurz zu meinem Mann, der vor ein paar Wochen (jetzt haben wir das Jahr 2009) gesagt hat, dass er die richtige Entscheidung getroffen habe und wir wieder glücklich zusammen sind. Da können wir nur Gott danken. Danken, dass er uns begleitet und uns so führt und verändert.

Ja der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

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Christliche Gemeinschaft Haldenwang

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